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| Der Pleyel Doppelflügel - sein Originalname lautet Pleyel Double Grand Piano - ist eine echte Instrumentenrarität. Weltweit existieren nur mehr einige Exemplare von diesem Instrument. Ursprünglich wurden etwa 50 Instrumente in der Pleyel-Klavierfabrik erzeugt, deren Großteil während der zwei Weltkriege vernichtet wurde. Diesen Instrumententyp entwickelte die Firma Pleyel im 19. Jahrhundert, der letzte Doppelflügel verließ die Fabrik etwa 1930. |
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Der beinahe 600 Kilogramm schwere Doppelflügel ist 2,5 Meter lang, die Klaviaturen befinden sich an den beiden Enden des Instruments. Das Geniale an dieser Konstruktion besteht darin, dass zwei Klaviere zwar den selben "Körper", aber eigenes Saitensystem, Mechanik und Pedal haben. (Die Pleyels ermöglichten sogar mit Hilfe eines Schalters, dass der eine Spieler, falls es nötig ist, das Pedal des anderen betätigt, und umgekehrt.) Gleichzeitig sind aber der Gussrahmen und der Resonanzkörper - ganz wichtige Bestandteile - gemeinsam. Jeder Ton, der erzeugt wird, erklingt in dem selben Raum, die Obertöne reichern einander an, so entsteht der wunderbare, warme, helle Klang. | |
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| Das Instrument verkörpert all das, wofür ein Duo arbeitet: das Zusammenschmelzen der Stimmen, den gemeinsamen Klang. | ![]() |
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Entscheidendes Ereignis in der Laufbahn des Duos war, dass 1995 - auf an Wunder grenzende Weise - ein käufliches Exemplar auftauchte. Dieses Instrument wurde 1904 gebaut, überlebte die Weltkriege in der Schweiz, und ist seit 1996 im Besitz des Duos. |
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Dieser Doppelflügel ist jedoch nicht nur eine Instrumentenrarität; dank seines hervorragenden Zustands kann er auch in den Konzertsälen präsentiert werden, wie etwa bei den Wiener Festwochen im Mai 2000 im Brahms-Saal des Musikvereins. |
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| Auch dem ungarischen Publikum präsentierten Monika Egri und Attila Pertis den Doppelflügel am 150. Todestag von Chopin im Rahmen eines Konzertes mit dem Programmtitel "Chopiniana". | |
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| In der Folge konnte das Duo mit den Aufnahmen der Double Grand Piano Series anfangen, deren CDs der Reihe nach bei Hungaroton Classic erschienen. Von der Serie erschienen bisher 3 CDs: "Pleyel und seine Zeitgenossen", "Chopiniana" und "Duettino" mit Werken von Camille Saint-Saëns. | |
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| Diese Aufnahmen ließen auch die internationale Presse aufhorchen (Klassik Heute, American Record Guide, Répertoire, Classics Today, Piano Keybord). Im September 2000 wurde die Aufnahme "Pleyel and Contemporaries" von der Jury der Zeitung Klassik Heute zur Empfehlung des Monats gekürt. | ||
© 2004 Egri & Pertis |