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Der Doppelflügel

Der Pleyel Doppelflügel - sein Originalname lautet Pleyel Double Grand Piano - ist eine echte Instrumentenrarität. Weltweit existieren nur mehr einige Exemplare von diesem Instrument. Ursprünglich wurden etwa 50 Instrumente in der Pleyel-Klavierfabrik erzeugt, deren Großteil während der zwei Weltkriege vernichtet wurde.
Diesen Instrumententyp entwickelte die Firma Pleyel im 19. Jahrhundert, der letzte Doppelflügel verließ die Fabrik etwa 1930.

"Das Instrument ist ein historisches Kuriosum!"

( Die Presse - Wilhelm Sinkovicz, 23. Februar 2001)

Der Pleyel Doppelflügel

"Auf den ersten Blick ist es verwunderlich, daß sich Idee und technische Entwicklung des sogenannten "Pleyel Double Grand Piano" in der Konzert- und Aufführungspraxis engagierter Klavierduoformationen nicht durchsetzen konnte."

(Peter Cossé - Klassik Heute, September 2000)

Der Doppelflügel von oben Der beinahe 600 Kilogramm schwere Doppelflügel ist 2,5 Meter lang, die Klaviaturen befinden sich an den beiden Enden des Instruments. Das Geniale an dieser Konstruktion besteht darin, dass zwei Klaviere zwar den selben "Körper", aber eigenes Saitensystem, Mechanik und Pedal haben. (Die Pleyels ermöglichten sogar mit Hilfe eines Schalters, dass der eine Spieler, falls es nötig ist, das Pedal des anderen betätigt, und umgekehrt.) Gleichzeitig sind aber der Gussrahmen und der Resonanzkörper - ganz wichtige Bestandteile - gemeinsam. Jeder Ton, der erzeugt wird, erklingt in dem selben Raum, die Obertöne reichern einander an, so entsteht der wunderbare, warme, helle Klang.
"…ein ausgezeichneter Pleyel-Doppelflügel aus 1904. Beide Klaviaturen haben eigene Saitensysteme, Pedale und Mechaniken, aber gemeinsamen Resonanzboden sowie Rahmen in einem großen Holzkasten. Es muss ein großes Vergnügen sein, auf diesem Instrument zu spielen, und der daraus entstehende Klang ist warm und schön ineinander fließend."(American Record Guide - Alexander Morin, Mai 2001)
Das Instrument verkörpert all das, wofür ein Duo arbeitet: das Zusammenschmelzen der Stimmen, den gemeinsamen Klang. Saitensystem des Doppelflügels
"Natürlich fühlen sich zwei Spieler an solch einem Janusköpfigen Flügel noch enger miteinander verbunden, erleben je eigene klangliche Maßnahmen in deckungsgleicher Fusion mit jenen des Gegenübers. Und der hier verwendete Pleyel klingt nicht nur voll und aromatisch, sondern nervig in den Spitzen und mitteilungsfreudig in allen Belangen."
(Peter Cossé - Klassik Heute, September 2000)
Am DoppelflügelEntscheidendes Ereignis in der Laufbahn des Duos war, dass 1995 - auf an Wunder grenzende Weise - ein käufliches Exemplar auftauchte. Dieses Instrument wurde 1904 gebaut, überlebte die Weltkriege in der Schweiz, und ist seit 1996 im Besitz des Duos.
"Aus akustischem Gesichtspunkt betrachtet, hat dieses wunderschöne "Monster", abgesehen von der Leichtigkeit und Präzision der Mechanik der traditionellen Pleyel-Flügel, (...)auch den Vorteil, dass die zwei Stimmen in dem selben Raum erklingen, einander dadurch bereichern, miteinander mitschwingen. Jeder Klavierliebhaber wird neugierig auf diesen Klang.

(Répertoire - Jaques Bonnaure, Mai 2002)
Der gemeinsame Klang
"Als wäre der Pleyel-Doppelflügel, eine ausgesprochene Instrumenten-Rarität, für das Klavierduo gebaut worden, so beherrschen Monika Egri & Attila Pertis die Kunst des Paarspiels ...."

(Georgina Szeless - Neues Volksblatt 22. Juni 1999)
"Der Gussrahmen der in einen Körper zusammengebauten Instrumente ist gemeinsam, aus diesem Grund ist das Verhältnis der Resonanz zueinander ungewöhnlich. Und wenn sensible Musiker ihren Part im Kenntnis dieser Intonations-Möglichkeiten erklingen lassen, können sie absolut einmalige Ergebnisse hervorrufen."
(Sztereó - Katalin Fittler,September 2000)
Im Musikverein Brahms-SaalDieser Doppelflügel ist jedoch nicht nur eine Instrumentenrarität; dank seines hervorragenden Zustands kann er auch in den Konzertsälen präsentiert werden, wie etwa bei den Wiener Festwochen im Mai 2000 im Brahms-Saal des Musikvereins.
"Zusätzlichen Reiz erhielt dieses Konzert durch den delikaten Klang des Pleyel-Doppelflügels (zwei Klaviere in einem Resonanzkörper)."

(Hildegard Siess - Wiener Zeitung, 15. Mai 2000)
Auch dem ungarischen Publikum präsentierten Monika Egri und Attila Pertis den Doppelflügel am 150. Todestag von Chopin im Rahmen eines Konzertes mit dem Programmtitel "Chopiniana".
Tastatur und Saitensystem
In der Folge konnte das Duo mit den Aufnahmen der Double Grand Piano Series anfangen, deren CDs der Reihe nach bei Hungaroton Classic erschienen. Von der Serie erschienen bisher 3 CDs: "Pleyel und seine Zeitgenossen", "Chopiniana" und "Duettino" mit Werken von Camille Saint-Saëns.
"Der Doppelflügel (gebaut 1904 in der Pleyel-Fabrik) kann sowohl die Aufmerksamkeit der an Kuriositäten interessierten Menschen beanspruchen, als auch das Interesse derjenigen, die "einfach" den Klang genießen möchten."

(Sztereó - Katalin Fittler, Mai 2000)
Cover der Pleyel-CD
Cover der Chopin-CD
Cover der Saint-Saëns-CD
Diese Aufnahmen ließen auch die internationale Presse aufhorchen (Klassik Heute, American Record Guide, Répertoire, Classics Today, Piano Keybord). Im September 2000 wurde die Aufnahme "Pleyel and Contemporaries" von der Jury der Zeitung Klassik Heute zur Empfehlung des Monats gekürt.
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