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Forschung

Obwohl die Forschungsarbeit für das Duo Egri & Pertis beinahe eine Leidenschaft geworden ist, kam die Initiative dazu von außen. Nach ihrem ersten Wettbewerbserfolg hatten die Künstler ein Gespräch mit einem Jury-Mitglied darüber, wie viele Komponisten und deren Werke noch darauf warten, entdeckt zu werden. Dieses Gespräch lenkte die Aufmerksamkeit von Monika Egri und Attila Pertis auf dieses Gebiet (dem sie bis heute treu blieben).

Bibliothek

 

Bibliothek

Schon am Anfang ihrer Forschungstätigkeit haben sie festgestellt, dass nicht einmal die Duett- bzw. Duowerke der wohlbekannten Komponisten entdeckt sind, ganz zu schweigen von den weniger berühmten Schaffenden ( Ignaz Moscheles, Emanuel Chabrier, John Field, usw.)
Nach dieser Erkenntnis begannen sie, systematisch zu arbeiten, unterstützt durch Musikwissenschaftler sowie durch führende Mitarbeiter internationaler Bibliotheken.
"Mit der Ersteinspielung von Werken Mendelssohns wie dem Grand Duo op.3 nach dem Klavierquartett h-Moll oder dem Duo concertant en Variations brillantes, das Mendelssohn zusammen mit seinen Freund Ignaz Moscheles komponierte, leistet das Duo Egri & Pertis hier willkommene Pionierarbeit."

(Peter Schlüer - Klassik Heute, Februar 2000)
Die im Lauf der Jahre zusammengekommene Sammlung (mittlerweile kann man von einem etwa 5000 Seiten umfassenden musikalischen Stoff reden) baut das Duo ununterbrochen in sein Repertoire ein und präsentiert sie in Form von CD-Aufnahmen sowie Konzerten.
Egri & Pertis in der Bibliothek
"Grund genug also für Sammler, zuzugreifen, zumal das ungarische Duo Egri/Pertis mit dieser Publikation nicht zum ersten Mal sein Können und seine literarischen Ausgräberqualitäten unter Beweis stellt."

(Peter Cossé - Klassik Heute, Jänner 2001)
So konnte das Publikum zum Beispiel die Werke von Henri Herz, Carl Reinecke, Joseph Joachim, und Josef Dichler kennen lernen. Als besonders interessant muss man unter anderem die Aufführung des Grossen Konzertstückes von Franz Liszt betrachten, das das Duo nach dem Autograph rekonstruierte, sowie die Präsentation des Grand Duos von Mendelssohn und das Konzertstück in F-Dur von Robert Schumann.
"Zudem bekam man österreichische Erstaufführungen zu hören: Eine Humoreske über "Gaudeamus igitur" von Liszt und eine wiederentdeckte Schumann'sche Bearbeitung seines Konzertstücks Op. 86 für zwei Klaviere."

(Rainer Elstner - Wiener Zeitung, 18. Juni 2002)

 
"Interesse, ausdauernder Fleiss sowie die Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit war nötig, um eine echte "Neuigkeit" in rekonstruierter Form erklingen zu lassen: das monumentale Werk "Grosses Konzertstück über Lieder ohne Worte von Mendelssohn". Das Werk, in dem Liszt glechzeitig die kompositorische Technik der Bearbeitung und Paraphrase anwendete, zeigt uns den komponierenden Pianisten von einer bisher beinahe unbekannten Seite. (...) Das philologische Interesse der beiden Pianisten bekommt durch das Rekonstruieren des beschädigten Manuskriptes eine ausgezeichnete Benotung."

(Katalin Fittler - Sztereó,Mai 2002)
Analyse
Auch die Aufführungen von Werken von Onslow, Pleyel, Thalberg, Dohnányi und Rimski-Korsakow erregten grosses Aufsehen. Das Duo nahm viele Ersteinspielungen (Werke von Saint-Saëns, Mendelssohn, Pleyel, Thalberg, Liszt und anderer) bei der Firma Hungaroton auf.
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